Christin,

ein drei farbiges Kätzchen. Ich glaube man nennt sie auch Glückskätzchen. Christin war schon wie auch die Katze auf den nächsten Bild, bei meiner ersten Frau, als ich sie kennen lernte. Sie war eine ganz liebe und verschmuste. Christin wurde Oktober 1987 von einem Auto überfahren. Eine Nachbarin brachte sie uns in ihrem Pullover eingewickelt. In diesem beerdigte ich sie auch in unserem Garten.






Rudi,

der leibliche Bruder von Christin. Er war ein Sonnenschein. Seine Spezialität war es Hunden eine lange Nase zu machen. Er machte sich einen Spaß daraus, sich von Hunden jagen zu lassen. Er ließ sie ein bisschen aufholen, Gab dann Gas und lief ihnen ein Stück davon. Dann machte er wieder langsam, bis die Hunde wieder etwas aufholen konnten. Wenn er genug hatte, sprang er einfach auf den nächsten Baum und lachte sich kaputt. Rudi und Christin gingen immer mit uns Menschen und unserem damaligen Hund, Madita, spazieren. Wir waren damals die Attraktion in unserem Wohngebiet. Rudi wurde zwei Wochen nach seiner Schwester am Nikolaustag 1987 ebenfalls überfahren. Ich habe ihn neben seiner Schwester beerdigt.






Julchen,

an einem Samstag Morgen im Frühjahr 1986 fuhr ich zum Bäcker um Brötchen zu holen. Julchen, wenn sie etwas anstellte, wurde sie Jule gerufen, saß auf dem Mittelstreifen einer stark befahrenen Straße, direkt gegenüber einer Bushaltstelle. Viele Leute standen dort, aber keiner kümmerte sich um das kläglich maunzende Katzenkind. Ich hielt also mein Auto an, holt Julchen herein und fuhr ohne Brötchen aber mit Kätzchen nachhause. Sie war so klein, dass sie auf meiner Handfläche Platz hatte. Ihre Augen und die Nase waren total verklebt. Also fuhren wir ohne Frühstück direkt zu unserer Tierärztin. Obwohl Samstag ging sie sofort mit uns in ihre Praxis. Julchen wurde untersucht, und die Ärztin sagte, sie wäre sehr krank. Außerdem war sie erst max. vier Wochen alt, bräuchte diverse Spritzen und viermal täglich Tropfen in die Augen und Nase. Meine damalige Frau und ich fuhren abwechselnd von der Arbeit nach Hause und versorgten Julchen so regelmäßig mit ihren Medikamenten. Nachts legt ich sie mir an den Hals, damit sie Körperwärme hatte und ihre Geschwister nicht vermisste. Sie entwickelte sich zu einer prächtigen Katze.


Lisa,

war unsere kleinste, aber auch die frechste und listigste. Wenn es darum ging an etwas fressbares zu kommen, hatte sie vor nicht Angst. Sogar vor einem heißen Grill schreckte sie nicht zurück. Wenn wir grillten, musste immer jemand in der Nähe des Grills stehen. Lisa schlich sich heran stellt sich auf die Hinterbeine und angelte mit den Krallen nach einem Stück Fleisch oder einer Bratwurst. Damit verschwand sie dann in einem Busch und wehe es kam ihr jemand zu nahe, um ihr die Beute wieder abzunehmen. Da kannte sie keine Freunde mehr.



Moritz,

mein absoluter Lieblingskater. Ein wahrer Schatz. Ihn haben wir von der Katzenhilfe Lerchenberg geholt. Nachdem er sich nach fast drei Wochen immer noch nicht an Madita gewöhnt hatte, beschlossen wir ihn Samstags früh zurück zu bringen. Als wir im Wohnzimmer saßen und uns in Gedanken von Moritz verabschiedeten, da geschah es, er kam zu uns und Madita und legte sich direkt neben den Hund. Als wenn er gewusst hätte, dies ist meine letzte Chance.

Später wurde er schwer krank. Seine Bauchspeicheldrüse entzündete sich, und er verweigerte jede Nahrung. Über Wochen ernährten wir ihn mit Vitaminpaste. Nach ich weiß nicht wie vielen Arztbesuchen und Medikamenten erholte er sich Gott sei Dank wieder. Er dankte es mir mit einer unwahrscheinlichen Anhänglichkeit. Wenn ich nach Hause kam begrüßte er mich schon hinter der Fensterscheibe. Sobald ich mich vor den Fernseher setzte, kam er und legte sich zu mir und Madita.

Ihn vermisse ich am meisten.


Max,

auch ein Findelkind. Ihn fanden wir auf einem Schrottplatz, kläglich maunzend. Wir nahmen ihn mit und er entwickelte sich zu einem prächtigen Kater. Er lag am liebsten mit ein oder zwei anderen Katzen in einen Schuhkarton gequetscht auf der Fensterbank und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen.

Max starb, so wie ich hörte, an Leberkrebs.





Laura,

genannt Hoppel. Leider kann ich über sie gar nichts erzählen. Irgendwie fehlt alles in meinem Gedächtnis was sie betrifft. Ich werde aber versuchen es zu recherchieren.









Tobi,

eine ganz liebe und verschmuste Katze aus der Nachbarschaft. Die Dame die er gehörte hatte sieben Katzen. Da ihr schon einige überfahren wurden zäunte sie ihr wirklich sehr großes Grundstück mit einem Elektrozaun ein. Tobi war der einzige der es immer wieder schaffte auszubüchsen. Er kam immer zu uns und blieb auch über Stunden. Dabei legte er sich nicht selten zu uns auf die Couch und schlief. Leider kam eines Tages die Nachbarin und teilte uns mit, dass Tobi unweit ihres Hauses überfahren wurde




Luna,

auch sie besuchte uns sehr oft. Auch sie gehörte einem Nachbarn. Seit langem war sie nicht mehr bei uns, und auch zu ihrem Herrchen kommt sie nur noch selten. Sie muss etwas gefunden haben was ihr besser gefällt.














Felix,

der Kater von Renate und Richard Croissant aus Böhl-Iggelheim.

Felix ist fünf Jahre alt, er wurde im August 1999 geboren. Der Bruder von Richard fand ihn im Wald zwischen Iggelheim und Dudenhofen. Da er trotz reger Suche in der Umgebung keine Mama in der Nähe fand, den kleinen aber auch nicht sich selbst überlassen wollte, nahm er ihn mit. So kam Felix Mitte September zu unseren Freunden. Felix bereitet ihnen jeden Tag Freude durch seine unkomplizierte Art.









Macinek - Mourecek - Rezinek - Bojinek

Vier Katzen aus Velka Bites, Tschechien.

Es sind die Kätzchen von Bozi und Bronek Hovadikova, Schwester und Schwager meiner Frau.

Im Jahre 1995 hat mir eine Kollegin regelrecht ein kleines Katerchen aufgezwungen. In dieser Zeit hatten wir weder eine Katze noch einen Hund. So habe ich ihn behalten. Wir nannten ihn Macinek. Ich hatte damit gerechnet, dass er nicht lange bei mir bleibt, denn Kater fangen meistens mit etwa zwei Jahren an, zu streunern und verschwinden. Macik ist eine Ausnahme, denn dieses Jahr ist er bereits zehn Jahre alt und war nie länger als eine Woche weg.

Aber da er kein Kostverächter war, kam er vor fünf Jahren mit einer fremden Katze an. Sie wohnten von da an zusammen auf dem Dachboden. Sie war häßlich und dürr und ich war deswegen sauer. Aber wie sollte ich sie loswerden? Einige Zeit später bekam ich beinahe einen Herzinfarkt. Vom Dachboden herunter schauten mich kleine Katzenbabys an. Naiv, wie ich war, dachte ich, es seien nur zwei. Sie haben sich aber auf ihrem Beobachtungsposten abgewechselt und da drei die gleiche Farbe hatten, dauerte es eine Weile, bevor ich begriffen habe, dass es vier waren. Drei Katerchen und eine Katze.

Als mein Mann sie zum ersten Mal sah, hatte er, wie man so sagt, Schaum vor dem Mund. Ich sollte ihnen sagen, sie sollen verschwinden. Ich erwiderte, das würde ich ihnen andauernd sagen, aber sie würden nicht auf mich hören. Eines Tagens habe ich festgestellt, dass die Katze samt den weiblichen Kätzchen das Weite gesucht hat, und die Katerchen hatte ich nun am Hals. So wurde der eine Mourecek genannt und damit wir die zwei rothaarigen unterscheiden konnten, hieß der eine Zrzinek, von der Farbe rot, und der andere Bojinek, weil er so scheu war.

Nach einem Jahr kam Zrzinek von seinen Ausflügen nicht mehr zurück. Übrig blieb jetzt nur noch der Papa und seine zwei Jungs. Langsam näherte sich der Winter und sie schlugen sich um die Wette die Bäuche voll.

Am meisten ärgert mich, dass sie im Frühjahr wieder auf Wanderschaft gehen werden und abgemagert zurück kommen.

Mein Mann hat sich mit dem ganzen Tierzirkus mittlerweile arrangiert und versorgt alle mit Fressen und verschiedenen Leckereien.

Text von Bozi Hovadikova


Die süße Eva,

sie war eine richtige Zaubermaus mit einer goldigen Piepsstimme. Statt "Mau" oder "Miau" hat sie lieber "Hi", oder "Hä" gesagt, außer sie wurde quängelig. Gerne hat sie in Roberts Arm gelegen und dann mit ihren zarten Pfötchen in seinem Gesicht herumgetastet. Ein Lieblingsspiel von ihr war es, auf Roberts Händen hochgehalten, Insekten aus der Luft zu fangen, und sie dann zu verspeisen. In den ersten 5 Jahren hat sie sich gerne den Felix geschnappt, und ihn von vorne bis hinten geputzt. Leider kam es später zu einem unerklärlichen Zwischenfall, nachdem sich Eva und Felix nie mehr vertragen haben und getrennt gehalten werden mussten. Aber jeder durfte abwechseln bei seinen Menschen im Bett schlafen. Am 21.10.2002 musste sie erlöst werden weil ihre Nierenkrankheit zu schlimm wurde. Ein sehr schwerer Schritt für uns. Wir werden sie immer lieb haben, und sie nie vergessen, unsere Eva, das süßeste und liebste Katzenwesen der Welt.

Text: Beate Stradmann


Felix,

Felix, geb. am 18. Mai 1986, der Kater von Beate Stradmann und Robert Bellinghausen.

Beate und Robert sind Freunde von uns. Als Robert im August 1986 Geburtstag hatte, brachte ich Felix mit einem roten Schleifchen um den Hals zu ihm. Er schaute erst etwas verdutzt. Die beiden verliebten sich aber recht schnell in das kleine schwarze Knäuel mit den weißen Pfötchen. Im Alter von sieben Monaten klemmte Robert dem kleinen Schätzlein versehentlich die Schwanzspitze in der Terrassentür ein, und die Spitze musste amputiert werden. Für Felix aber blieb Robert der Größte. Für Beate und Robert war Felix der süßeste Kater der Welt, mit dem weichsten Fellchen der Welt. Er spielte am liebsten mit seinen Catnipsocken und kuschelte mit seinen Eltern. Im September 2005 mussten sie ihn im hohen Alter von 19 Jahren von seinen altersbedingten Beschwerden erlösen. Er ist über die Regenbogenbrücke gegangen, und Sie werden ihn nie vergessen.

Text: Beate Stradmann


Tiger,

Die folgenden drei Katzen leben im Haushalt meines Neffen und seiner Frau.

Tiger und Sancho haben wir 2001 aus der Obhut des Mainzer Tierheims zu uns genommen. Tiger war damals etwa 3 Jahre, Sancho etwa 1 Jahr. Binni haben wir als kleines Katzenbaby (7 Wochen alt) auf Rügen kennen gelernt, wo sie mit Mutter und Geschwisterchen auf einem abseits gelegenen Hof lebte. Wir verbrachten Juni 2002 gerade unsere Flitterwochen dort und haben sie als drittes Kind in unsere junge Familie adoptiert.

Das kleine Königreich der Samtpfötchen.

Wie in einem klassischen Märchen gibt es bei uns einen König, das ist der Tiger. Es gibt eine Prinzessin, die Binni. Und es gibt einen Prinzen, den Sancho. Der Tiger (König) tut immer so, als sei er der große Anführer, der souverän seine Untertanen führt und alles im Griff hat. Tatsächlich ist er der coolste von den dreien, aber wenn es darauf ankommt, hat er schnell die Hosen voll. Vor allem beim Autofahren, das mag er nämlich am allerwenigsten.


Sancho, der Prinz,

ist ein sehr zurückhaltender Prinz, keiner, der mit einer Superyacht durch die Welt rauscht und eine Braut nach der anderen aufreißt. Eher derjenige, der an einer Blume stehen bleibt und sich an dieser erfreut. Ausnahme: wenn er Fangspiele mit Binni spielt, da kann er zum Ritter in schimmernder Rüstung werden, wobei er Binni dann augenscheinlich mit einem zu bezwingenden Drachen verwechselt.





Nun zu Binni.

Sie ist das allseits bekannte Prinzesschen auf der Erbse. Sie mag am liebsten ihre Ruhe, einen schönen Schlafplatz in der Sonne und regelmäßig Futter und Streicheleinheiten. Wie für eine Prinzessin nicht anders zu erwartens macht sie sich auch gerne einen Spaß daraus, König und Prinzen zu necken. Sie mag übrigens Wasser, d.h., sie badet gerne ihre Pfoten im Wasserfall des Zimmerbrunnens und leckt sie sich danach genussvoll wieder trocken. Das ist für die meisten Katzen recht untypisch, weswegen wir mal in einem Rassebuch nachgeschlagen haben und bei der Türkisch Van Katze fündig wurden. Sie ist für ihre Wasserliebe bekannt und zeigt sogar ähnliche Fellbeschaffenheit und Farbgebung wie Binni auf. Die Grundfarbe ist weiß mit nur wenig Farbzeichnung an Kopf und Schwanz. Wer weiß!

Text von Tiger, Sancho und Binni: Astrid und Andreas Stettner